Holz

Copyright @ All Rights Reserved

CHRISTIANE WEIDNER        Fotografie

 

Holz 

 

 

Historische Nutzungen von Wäldern sind vielfältig. Holz wurde schon seit der Altsteinzeit von Menschen zur Energiegewinnung, als Wurfgegenstand, Werkzeug­ und als Baumaterial genutzt. Wahrscheinlich aber viel länger, da auch andere Primaten Holz zum Nestbau, zum Werfen und zum Stochern einsetzen und die Früchte nutzen. Hinweise auf diese frühe Entwicklung findet man noch in vielen Ortsbezeichnungen. Zum Beispiel bedeutet der Name des Ortes Apelern im "Bukkigau" (heute Schaumburg-Lippe, Niedersachsen) etwa "bei den Apfelbäumen".

 

Funde aus der mittleren und jüngeren Steinzeit sowie bronzezeitliche Hügelgräber weisen auf eine Besiedelung dieser Gegend. Eine der ältesten (bekannten) Waffen der Menschheit fand man in einem heutigen Braunkohletagebau in Niedersachsen: Es ist ein Speer, um die 300 000 Jahre alt und wohl für die Wildschweinjagd bestimmt.

 

 

Um Holz in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben, sind unsere Wälder im Laufe der Zeit mehr und mehr auf Nutzholz umgestellt worden, dagegen ist echte Wildnis nur noch in wenigen Urwäldern zu finden. Die Wendezeit für das Baumaterial Holz kam erst weitere zweitausend Jahre später, als nach und nach die Holzbauweise von Steinbauten bei Kirchen und großen Gebäuden abgelöst wurde. Trotzdem existieren kaum ursprüngliche Wälder, da die meisten Flächen bewirtschaftet werden und Holz begehrter Rohstoff . bleibt. Wälder sind aber behutsam zu behandeln, denn nur ein Wald mit Vielfalt und biologischem Gleichgewicht ist widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Der Wald könnte sich selbst helfen - so man ihn wachsen ließe.

 

Die Aufnahmen zum Thema entstanden in den in den letzten zehn Jahren: Holzeinschlag Tegeler Forst, an der Havel, Potsdamer Freundschaftsinsel, Treibholz am Starnberger See, am Walchensee, rund um das Steinhunder Meer, Inseln, Holz an und in Häusern, Kirchen und Gärten ... wo es eben Holz gibt.

Copyright 2018 Christiane Weidner

All rights reserved